Mit beachtlicher Ironie entlehnt Ho Tzu-Nyen, einer der renommiertesten Filmemacher Singapurs in diesem Kurzfilm-Loop das Bild des Newton'schen Apfels als Metapher für die sich der Figur des Künstlers stellende, vergebliche Herausforderung, aus sich selbst heraus einen schöpferischen Einfall (nach dem anderen) zu erlangen.
Vanessa Ramos-Velasquez is an interdisciplinary artist from Rio de Janeiro, Brazil, who has acquired a diverse background along her various global residencies.
Die Künstler/Forscher Garnet Hertz und Jussi Parikka entwickeln unter dem Begriff der Medienarchäologie eine neue künstlerische Methode, die darauf abzielt, jenes Gedächtnis der Medien auszugraben, das nicht nur aus menschlichen Erinnerungen besteht, sondern auch aus solchen von Dingen, Chemikalien oder Schaltkreisen, und nähert sich somit Methoden wie Do-it-Yourself, Circuit Bending oder Hardware Hacking an.
Die Berliner Gruppe Telekommunisten hat eine offene Mircoblogging-Plattform geschaffen, die im Kern auf einem Protokoll beruht, das bis in the 1970er zurückgeht. Die Idee ist, mit Thimbl einen einzigen, multipotenten Webhost anzubieten, anstatt auf unterschiedliche Social Networks, Email-Anbieter, Webseiten-Hosts etc. angewiesen zu sein.
Für den Open Web Award sind drei Projekte nominiert die das Potenzial des Open Web reflektieren und in kreativen Praktiken aufzeigen; sie finden im Internet statt, setzen freie und offene Technologien ein und fördern Partizipation und Zusammenarbeit.
Drumbeat Project Producer Henrik Moltke vertrat den Award-Partner Mozilla während der Jurysitzungen. Ab dem 15. Oktober 2010 wird auf der Mozilla Drumbeat Plattform aus den drei nominierten Arbeiten durch ein Public Voting ein Gewinner gewählt.
Aus mehr als 1000 Einreichungen hat die internationale Jury in einer mehrtägigen Sitzung die herausragendsten Arbeiten nominiert.Sieben Einreichungen überzeugten die Jury in ihrer Suche nach innovativen, originellen und visionären Arbeiten und Projekten, welche die technologisch geprägte Gesellschaft thematisieren, hinterfragen und künstlerisch bereichern. Sie reflektieren das zeitgenössische Verhältnis und Verständnis von Menschen, Medien und Technologien in einer dynamischen, komplexen und medialen Umgebung, in der kollaborative Praxis zunehmend zu einem zentralen Modell wird.
Der transmediale Award ist eine gemeinsame Ausschreibung der beiden Festivals transmediale und des CTM (club transmediale) in Berlin. Zum Wettbewerb laden wir Kunstwerke und Projekte ein, die auf die Herausforderung unserer sich schnell verändernden digitalen, technologischen und netzwerkbasierten Kultur reagieren. Der transmediale Award sucht [more...]
Mit diesem Projekt untersucht die australische Spieletheoretikerin Mez Breeze, wie sich Wissensbildungsprozesse und Unterhaltunsmodelle mittles künstlich generierter Einwirkungsweisen verändern.
Die Arbeit ist Teil des “Augmentology 1[L]0[L]1_project“, das sich mit Informationsaufnahme innerhalb künstlicher Umwelten befasst und seine Erkenntnisse per Verlinkungen zugänglich macht.
Auch der Amerikaner Evan Roth dürfte vom letzten Festival noch geläufig sein. Dann als eines der Mitglieder des F.A.T. Lab für den transmediale Ward nominiert, ist er nun mit einem Solo-Projekt vertreten, einer Software für Graffitikünstler, mit der sie ihre Schreibgesten archivieren, analysieren und weiterverarbeiten können.
Tag für Tag überweist die Künstlerin Christin Lahr 1 Cent an das Bundesfinanzministerium. Als "Verwendungszweck" fungieren jeweils 108 Zeichen aus Karl Marx' "Das Kapital - Kritik der politischen Ökonomie": Solange, bis die Bundesbank das gesamte Werk auf ihrem Konto zu liegen hat.
Diese Installation mit performativ-akustischen Elementen stammt von der indonesischen Künstlergruppe HONF (House of Natural Fibre) und stellt eine Reaktion auf das religiös motivierte, nationale Verbot alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum dar. Nicht nur macht das Projekt die mitunter fatalen Konsequenzen der für das Land typischen illegalen Methanolpanscherei sichtbar, sondern weist gleichzeitig auf risikolose Fermentationsmethoden leicht erhältlicher tropischer Früchte.
In seinem Essay sucht der Amerikaner Jordan Crandall nach neuen Analyseansätzen im Hinblick auf die Kalkulationsmethoden von Tracking-Technologien. Welche neuartigen Hybridformen diese oft algorithmisch augmentierten Technologien begünstigen, soll hier mittels des für Crandall zentralen analytischen Strukturprinzips "program" erschlossen werden.
Nachdem die offene Gruppe FLOSS Manuals um Adam Hyde (nz) auf der transmediale.10 einen ihrer Book Sprints veranstaltete und innerhalb von nur fünf Tagen ein komplettes Buch zum Thema Kollaboration auf die Beine stellte, sind sie nun mit Booki, der technologischen Plattform zur Herstellung solch zukunftsträchtiger Bücher, für den Open Web Award nominiert.
Der Amerikaner Mark Shepard hat eine Navigations-App geschaffen, die uns nicht nur an das gewünschte Ziel bringt, sondern unseren Alltagstrott insofern aufrüttelt, als sie uns kleine, mitunter verblüffende Aufgaben mit auf dem Weg schickt. Urbanen Räume werden so auf neue Weisen erschlossen und erlebt.
Eine Kollaboration der beiden Italiener Clemente Pestelli und Gionatan Quintini (zusammen: Les Leins Invisible), ist eine Social Media Plattform, die uns erlaubt, per digitalem "Selbstmord" aus Netzwerken wie Facebook & Co. wieder auszutreten und über den Verbleib unserer Daten selbst zu bestimmen.
Mit dieser interaktiven Klanginstallation interpetieren die deutschen Künstler Christopher Warnow und Daniel Franke nicht nur eine Komposition von Rutger Zuydervelt. Sie schaffen zudem eine für Körperbewegungen sensible Schnittstelle, welche die den Zuhörer umgebenden digitalen bzw. architektonischen Räume miteinander verbindet. Das Ergebnis ist eine fließende, sich für jeden Besucher individuell entfaltende Darstellungsweise.
Seit Februar 2009 machen die Amerikaner Scott Kildall und Nathaniel Stern mit ihrem performativen Webprojekt "Wikipedia Art" auf die strengen Standardisierungs- und Publikationspolitiken bei Wikipedia aufmerksam. Ihre Intervention auf wikipedia.org wurde zwar nur 15 Stunden geduldelt, die Diskussion über die angestoßenen Fragen ist jedoch seither voll entfacht.
Auch in diesem Jahr konnte die transmediale wieder fünf herausragende Persönlichkeiten der digitalen Kunst- und Kulturszene für die Jury des transmediale Award 2011 und des erstmals ausgeschriebenen Open Web Award 2011 gewinnen: Die Kuratorin, Pädagogin und Beraterin Defne Ayas. Micz Flor, Kritiker und früher Netzaktivist. Die in NY lebende Künstlerin Marisa Olson. Der Installationskünstler und Autor Brandon LaBelle. Matteo Pasquinelli, Autor, Kurator und Forscher an der Queen Mary University of London.
transmediale und Mozilla schreiben gemeinsam den Open Web Award aus, eine Plattform für radikale, offene und kreative Kunstwerke & Projekte aus, die: > Im Internet stattfinden > Freie und offene Technologien einsetzen > Partizipation und Zusammenarbeit fördern
Michelle Kasprzak is a Canadian curator and writer based in Amsterdam, the Netherlands. She has appeared in Wired UK, on radio and TV broadcasts by the BBC and CBC, and lectured at PICNIC. She founded one of the world’s leading art curating blogs, Curating.info. She has written critical essays for Rhizome, CV Photo, Mute, and many more. Michelle is currently a Curator at V2_ Institute for Unstable Media, Project Director at McLuhan in Europe 2011, and a member of IKT (International Association of Curators of Contemporary Art).
Vanessa Ramos-Velasquez' Manifest ist angelehnt an das Original Manifesto Antropófago des brasilianischen Autors Oswald de Andrade aus dem Jahre 1928: der Versuch, die brasilianische Kultur gegen den Kolonialismus der Moderne zu verteidigen. Mit Digital Anthropophagy überträgt Ramos-Velasquez die Idee des kulturellen Kannibalismus in ein digitales Zeitalter, in dem die virtuelle Welt einen entgrenzten Raum darstellt und jeden potentiell zum Kolonisator macht.
Wir gratulieren den folgenden vier für den Vilém Flusser Theory Award 2011 nominierten Projekten!
Der Vilém Flusser Theory Award (VFTA) fördert innovative medientheoretische und praxisbasierte Forschungsprojekte, die aktuelle Positionen digitaler Kunst und Kultur vorstellen. Gesucht wurden Projekte, Positionen und Texte die jenseits festgefügter Methoden einen transdisziplinären Kontext zwischen kunstbasierter Forschung und medientheoretischem Diskurs schaffen.
transmediale und der CTM (club transmediale) riefen im Sommer 2010 zum Wettbewerb um den transmediale Award 2011 auf. Zudem wurde erstmalig, gemeinsam mit der Mozilla Foundation /Drumbeat der Open Web Award ausgeschrieben. Aus mehr als 1000 Einreichungen hat die internationale Jury in einer mehrtägigen Sitzung die herausragendsten Arbeiten nominiert.
Dr. Garnet Hertz - Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Media Design Programm des Art Center College of Design; Researcher am Institut für Softwaretechnologien an der University of California Irvine.
Dr. Jussi Parikka - Lektor in Medientheorie und -geschichte an der Anglia Ruskin University, Cambridge. Direktor am CoDE: The Cultures of the Digital Economy-Institute.
Die einzigartigen "mezangelle"-code Gedichte von Mez Breeze sind schon mit Werken von Shakespeare, James Joyce, Emily Dickinson und Larry Wall verglichen worden.