Seit der Wirtschaftskrise ist die Kreativindustrie zum Standortfaktor geworden. Politiker schwärmen von einem neuen Wachstumsmarkt, der bald die Automobilindustrie überflügeln soll. Wir fragen: Wie sehen die veränderten Rahmenbedingungen im Verhältnis zwischen Kunst und Kapital aus? Möglicherweise ist es bald nicht mehr so, dass die Wirtschaft der Kultur beim Wachsen und Werden hilft, sondern umgekehrt.
Mit Techniken aus der geophysischen Archäologie (Offenlegen und Kartografieren), narrativen Deplacements (filmische Manipulationen von Zeitlichkeit) und kodierten Psychogeographien wird dieser Workshop dem Stadtflaneur der Zukunft neue Schablonen und Vorgehensweisen aufzeichnen.
Gemeinsam mit einer Auswahl von Gästen werden die Veranstalter des Free Culture Incubator in dieser Session Bilanz ziehen und die Ergebnisse und Erkenntnisse aus diesem Projekt vorstellen und mit Blick auf die Zukunft wichtige Fragen aufgreifen.
Während traditionelle Unternehmen ihre Corporate Identity heraufbeschwören verweist die Kreativbranche lustvoll auf ihre Heterogenität. Dennoch brauchen Kulturproduzenten eine Sprache, mit der sie die Öffentlichkeit erreichen und letzten Endes auch wirtschaftlichen Erfolg haben. Wieviel Corporate Identity braucht ein Kulturunternehmen – und wie kommuniziert man diese Identität nach außen?
Kulturelle Organisationsformen entstehen selten auf Basis einer strategischen Überlegung, sondern bilden sich meist um aktuelle Projektbedürfnisse herum. Welche Organisationsmodelle machen im Kunst- und Kulturbetrieb unter welchen Voraussetzungen Sinn und wie wird das Kulturunternehmen der Zukunft aufgestellt sein?
Welche Währung hat das Kulturunternehmen der Zukunft? Kulturarbeiter und Künstler produzieren eine Vielfalt von Werten, die zum Großteil immaterieller Natur sind. Schwierig wird es, wenn kulturelle Werte in adäquate Marktpreise übertragen werden sollen: wie ermittelt man den ökonomischen Wert von kultureller Arbeit?
Der transmediale.10Salon vereint ein ganzes Bündel programmatischer Cluster. Neben den traditionellen Diskussionrunden präsentiert der 'Futures Exchange' verschiedene medienaktivistische, partizipatorische Projekte. Um D.I.Y. und kollektives Ausbrüten von Ideen geht es auch in den Talks und spannenden Workshops des Free Culture Incubator. ...mehr
Workshop RECLAIM THE STREETS
The workshop is organised by Susa Pop / Public Art Lab, initiator of the MEDIA FACADES FESTIVAL EUROPE 2010 in cooperation with the festival partner institutions m-cult / Helsinki, FACT / Liverpool, iMAL / Brussels, Ars Electronica Futurelab / Linz, Kitchen Budapest and Medialab-Prado / Madrid - hosted by Christian Zoellner and Tobias Fischer of VR/urban.
Max Senges (1978) works in Google's Policy Team in Berlin to liaise and collaborate especially with colleagues from academia and civil society in Germany, Switzerland and Austria.
Im HKW Foyer wird es den Futures Exchange geben: ein von dem Berliner Architekturbüro Raumlabor entworfenes Gebilde, das Medienlabor, Docking Modul und Recherchestation in einem ist und interdisziplinäre, prozessbasierte Projekte beherbergen wird, die sich mit Zukünftigkeit als kulturellem Konstrukt beschäftigen.
Willkommen in der neuen ökonomischen Realität: Die Industrie wurde von der Ideenwirtschaft abgelöst und die neuen Rohstoffe sind längst nicht mehr Stahl und Kohle, sondern Kreativität und Netzwerke. Möglicherweise ist es bald nicht mehr so, dass die Wirtschaft der Kultur beim Wachsen und Werden hilft, sondern umgekehrt. (...more)