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reSource transmedial culture berlin

Netzwerkgemeinschaften als wissenschaftliche Praxis

 

reSource: Was?

Die reSource for transmediale culture ist ein neuer Rahmen für Projekte, die mit dem transmediale Festival verbunden sind und während des ganzen Jahres überall in Berlin stattfinden werden. Es handelt sich um eine Initiative, die zu andauernden Aktivitäten ausgebaut wird, jedoch auch einen entscheidenden Anteil eines jeden Festivals ausmacht. Das Ziel der reSource for transmedial culture ist es, als vermittelndes Glied zwischen Kulturproduktion im Rahmen von Kunstfestivals und gemeinschaftlichen Netzwerken im Bereich von Kunst, Technologie, Hacktivism und Politik zu agieren. Die reSource arbeitet in Zusammenarbeit mit CTM/DISK, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und dem Post-Media Lab der Leuphana Universität Lüneburg.

 

reSource: Wer?

Ziel von reSource for transmedial culture ist es, ein Laboratorium gemeinsamen Wissens sowie ein Projekt für lokale und überregional verteilte Netzwerke innerhalb der transmediale zu erschaffen, in welchem Berliner und nicht-Berliner Künstler, Hacker, Aktivisten, Forscher und Kulturschaffende in organisierte Events, Workshops und Talks involviert werden sollen. reSource zielt damit vor allem darauf ab, Gemeinschaften mit einzubeziehen, die sich nicht nur direkt mit Netzwerk-Technologien, sondern auch kritisch mit dezentralisierten und verteilten Strategien des Netzwerkens auseinandersetzen – von Hackern und Aktivisten über Feministen-, Queer-, Transsexuellen- und Porn-Communities.

 

reSource: Warum?

Anhand des Quellcodes kann ein Programm modifiziert oder seine Funktionsweise verstanden werden. reSource soll diesem Kontext der Ausgangspunkt für die Schaffung eines verteilten Austauschprozesses und eines gemeinschaftlich ausführbaren (Kunst-)Programms darstellen. Es wird sich zur Aufgabe gemacht, eine Netzwerk-Plattform zu schaffen sowie eine Meta-Reflektion zu entwickeln hinsichtlich der Bedeutung und der Handhabung von Netz-Kunst, Hacking und Kunstproduktion in Kollektiven im Kontext internationaler Kunstfestivals.

 

reSource: Wann/Wo?

Der Launch der reSource findet auf der transmediale 2012 in verschiedenen Projektverbreitungen in Workshops, Vorträgen und Performances statt. 

Das Programm der reSource auf dem transmediale Festival kann in fünf Bereiche geteilt werden: reSource methods, reSource activism, reSource networks, reSource markets und reSource sex. 

Im Anschluss an die transmediale 2012 wird reSource seine Aktivität vor allem in

Zusammenarbeit mit zwei Partnern fortführen und ausweiten: mit CTM/DISK in Form einer Serie verschiedener Events im Frühjahr 2012, mit dem Post-Media Lab der Leuphana Universität sowie mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanienin Form eines öffentlichen Events im August 2012, in dessen Rahmen die Ergebnisse der ersten Phase der Kollaborationen im Kontext von reSource for transmedial culture präsentiert werden.

 

reSource: Wie?

Die Aktivität des Netzwerkens wird als wissenschaftliche Methode angesehen, um die Praxis der Zusammenarbeit zwischen Gemeinschaften von Künstlern, Aktivisten und Hackern und ihren Beitrag an neuen Tätigkeiten, Werkzeugen und Inhalten der digitalen Kulturproduktion zu untersuchen. 

Es werden eine Reihe von Fragen und Themen aufgebracht, die an lokale und translokale Gemeinschaften gerichtet sind. Die grundlegende Idee hierbei ist, einen gegenseitigen Austausch von Wissen, Methoden und Projekterfahrungen zu entwickeln. Auch sollen neue Formen bei der Produktion einer kulturellen Öffentlichkeit untersucht werden, um die Strategien von kollaborativen Praktiken zu überdenken.  

 

Kontakt: resource[at]transmediale.de

Um der reSource Mailing-Liste beizutreten, klickt einfach hier.

 

Tatiana Bazzichelli // reSource Kuratorin und Programmorganisatorin

Tatiana Bazzichelli ist Forscherin, Netzwerkerin und Kuratorin, die besonders im Bereich von Hacktivismus und Netzkultur arbeitet. Sie ist Teil des transmediale Festival-Teams in Berlin, wo sie momentan das reSource for transmedial culture Programm entwickelt, ein kontinuierlich laufendes Projekt für Vernetzung und Forschung im Rahmen der transmediale. Als Teil des Innovation Incubator Programm ist sie Post-Doc Forscherin an der Leuphana Universität Lüneburg. Zuvor erhielt sie einen Dr.-Titel in Informations- und Medienwissenschaft der Universität Aarhus (DK) und forschte im Bereich der disruptiven Kunstpraxis im Social Media Geschäft.  Im Jahr 2006 veröffentlichte sie ihr Buch „Networking. La Rete comme arte | The Net as Artwork“. Im Jahr 2001 gründete Bazzichelli das AHA: Activism-Hacking-Artivism Projekt. Sie organisiert Ausstellungen und Veranstaltungen wie Hack.it.art (2005) und HACK.Fem.EAST (2008) in Berlin.

> http://www.tatianabazzichelli.com

> http://networkingart.eu